21.-29. Mai, Quebéc, New York, Pennsylvania, New Jersey

Uns kommen immer wieder Geschichten zu Sachen in den Sinn, welche wir unterwegs sehen. So auch zum untenstehenden Haus. Die Frau des Inhabers hat ihm sicher gesagt, dass er das Haus nicht so nah am Wasserfall bauen soll. Er hat darauf erwidert, dass dies sicher kein Problem sei und sie sich keine Sorgen machen soll. Das ist dabei herausgekommen….

Again and again stories come to our minds about things we see on the way. Like regarding the house below. The owner’s wife told him not to build the house so close to the waterfall.  He replied that this is certainly not a problem and that she should not worry.  This is what came out of it…

Wir entschliessen uns aufgrund des immer noch schlechten Wetters hier und der guten Wettervorhersagen für Québec, direkt dorthin zu fahren. Wir finden einen Campingplatz, von welchem wir gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Altstadt von Québec gelangen können.
Die nette Inhaberin des Campingplatzes kann sich vor Lachen beim Einchecken fast nicht mehr erholen, als Susanne die Nummer des Nummernschildes vom Doggeli auf Berndeutsch sagt, damit sie Bruno ihr dann in französisch weitergibt. Susanne muss ihr dann in den nächsten beiden Tagen noch des öfteren die Zahlen auf Berndeutsch wiederholen, weil die Dame das so lustig findet.

We decide to drive directly to Québec, since here we have bad weather and the weather forecast for Québec is much better. There we find ourselves a campground from which we can easily get to the old town of Québec by public transport.
The nice owner of the campsite can hardly recover from laughing when Susanne says at the check-in the number of the license plate of the Doggeli in Berndeutsch to Bruno, for him to pass that number on to her in French.
So Susanne has to repeat these numbers in Berndeutsch a couple of times in the next few days since the owner thinks it’s so funny.

22.5.19 – Wir machen uns früh auf um mit dem öffentlichen Verkehr in die Altstadt von Québec zu gelangen. Zuerst müssen wir den Bus direkt vor dem Camping benützen. Diese Fahrt zum Fährterminal dauert fast 40 Minuten, und nicht wie von der Dame des Campingplatzes angegeben 20 Minuten. Aber das macht nichts. Die Fahrt zum Fährhafen ist abwechslungsreich. Von da aus bringt uns die Fähre direkt in die untere Altstadt. Auch diese Überfahrt ist hübsch und dank des sonnigen und warmen Wetters können wir diese sogar auf Deck geniessen. Das mächtige Chateau Fronterac sieht man schon von weitem. Es soll eines der meistfotografierten Gebäude der Welt sein. Wir helfen da natürlich auch mit. Gebaut gegen Ende des 19. Jahrhunderts war dieses Gebäude immer ein Luxushotel, welches nun für mehrere Millionen saniert wird. Ein Zimmer kostet je nach gegoogelter Internetseite um die 400 Franken pro Nacht.

22.5.19 – We set off early to get to the old town of Québec by public transport. First we have to take the bus that departs directly in front of the camping to the ferry building. This journey takes almost 40 minutes and not 20 minutes as indicated by the lady of the campsite. No sweat, the drive is very interesting. From the ferry terminal, a short and sunny boat trip of about 10 minutes takes us to the lower old town. The mighty Chateau Fronterac can be seen from far away. It is said to be one of the most photographed buildings in the world. Of course we also ad our share. Built towards the end of the 19th century, this building was always a luxury hotel, which is now being renovated for several millions. Depending on the googled website, a room costs around 400 $ per night.

Wir unternehmen einen ausgedehnten Spaziergang: zuerst steigen von der berühmten «Deck» Dufferin über 320 Stufen hinauf, um rund um das Fort zu gehen, und dann noch durch die Altstadt. Dort finden wir eine schmucke Pizzeria, die uns den Hunger stillt .

We take a long walk: first we climb 320 steps from the famous „Deck“ Dufferin to walk around the fort and then through the old town. There we find a nice pizzeria that satisfies our hunger.

Und wir besichtigen auch noch die Notre-Dame von Québec. Sie ist die älteste katholische Kirche in ganz Kanada und wurde 1647 erbaut. Im Jahr 1922 ist sie jedoch vollständig abgebrannt und wurde wieder aufgebaut. So gibt es historische Parallelen mit dem was gerade eben in Paris geschehen ist.

And we also visit the Notre-Dame of Québec which is the oldest Catholic church in Canada, built in 1647. However, it burned down completely in the year 1922 and was rebuilt. So here we see historical parallels with what recently happened in Paris.

Wir finden auch die Altstadt von Québec sehr hübsch. Hier ein paar Bilder von unserem Spaziergang.

Also the old town of Québec is very nice, as you can see in the following pictures.

23.5.19 – Heute stehen Wasserfälle auf dem Programm. Das ist ganz nach Bruno’s Geschmack. Zuerst besuchen wir den Wasserfall „Parc des Chutes de la Chaudière“. Wir gehen die Treppe zum Fluss runter und dann bis etwas in die Mitte der wackligen Hängebrücke. Von da an «kleben» Susannes Füsse an der Brücke fest. Auch wenn die Brücke nicht sehr hoch ist (ca. 30 Meter), ist sie doch schmal und extrem wackelig. Also nichts für die Berggeiss Susanne. Wir legen einen kurzen Fotostopp ein und gehen anschliessend den selben Weg wieder zurück. Wesentlich besser gefällt dann Susanne der obere Teil des Wasserfalls. Da kann man nämlich auf einem befestigten Weg bis zum Wasserfall gelangen.

23.5.19 – Today waterfalls are on the program. This is to Bruno’s taste. First we visit the waterfall „Parc des Chutes de la Chaudière“. We go down the stairs to the river and then to the middle of the wobbly suspension bridge. From there Susanne’s feet „stick“ to the bridge. Even if the bridge is not very high (about 30 meters), it is narrow and extremely wobbly. So nothing for the mountain goose Susanne. We make a short photo stop and then walk back the same way. The upper part of the waterfall is much more to Susanne’s liking, on a paved way it is really easy to go and see the falls from there.

Nach einer Fahrt quer durch Québec erreichen wir den Montmorency Wasserfall, der gut 80 Meter hoch ist. Nachdem wir zuerst das historische Gebäude (Manoir Montmorency) besichtigt und dabei erfahren haben, dass ein Schweizer aus Yverdon namens Frederick Haldimand im Jahre 1780 dieses Haus gebaut hat, begeben wir uns auf den Weg rund um und zum Wasserfall. Auch hier gilt es einen Hängebrücke zu überqueren. Diese ist aber wesentlich stabiler gebaut, als jene vom Morgen. Daher auch kein Problem für Susanne. An den verschiedenen Aussichtspunkten hat es sehr viele asiatische Touristen, von weitem gut erkennbar an den in die Luft erhobenen Selfie-Sticks. Einige dieser Leute sind auch am Handy und streamen live ihren Kollegen zu Hause, was sie gerade sehen. Nach der Brücke hat es ein langes Geländer, das gerade erst frisch gestrichen respektive gesprayt wurde. Die „Maler“ haben sich ihre Arbeit hier stark vereinfacht und den Rasen am Boden gleich mitgesprayt, alles in schwarz.

After a drive through Québec we reach the Montmorency Fall which is more than 80 meters high. After first visiting the historic building (Manoir Montmorency) and finding out that a Swiss guy from Yverdon called Frederick Haldimand built this house around the years 1780, we start our way around and to the waterfall. Here we also have to cross a suspension bridge. But this one is much more stable than the one of the morning. Therefore no problem for Susanne. At the different vantage points there are a lot of Asian tourists, from far away well recognizable by the Selfie-Sticks raised into the air. Some of these people are also on mobile phones and stream live to their colleagues at home what they see. After the bridge there is a long railing that has just been freshly painted or sprayed. The „painters“ have greatly simplified their work here and sprayed the lawn on the ground as well, all in black.

Dann geht es über eine lange Treppe hinunter zum Becken des Wasserfalls runter. Der Wind steht gerade sehr ungünstig und so werden wir durch die Gischt klitschnass. Wir wärmen uns anschliessend im Besucherzentrum mit einem Kaffe auf und gönnen uns die Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Startpunkt des Weges. Ansonsten hätten wir die Treppe wieder raufsteigen müssen und wären erneut pitschnass geworden.

Then it goes down a long staircase to the basin of the waterfall. The wind is coming from the wrong direction right now and so we get soaking wet through the spray. Afterwards we warm up in the visitor centre with a coffee and treat ourselves to a ride with the cable car up to the starting point of the trail. Otherwise we would have had to climb the stairs again and would have gotten soaking wet again.

Da das Wetter auf der von uns geplanten Route in den nächsten Tagen nicht besser werden soll und in weiten Teilen von Kanada und dem Norden der USA in der Gegend des Yellowstone bis Colorado gerade ein grosser Schneestrum gewütet hat, stellen wir unsere Route ein wenig um. Wir beschliessen kurzerhand, Tante Rita (Susannes Tante), Onkel Al und die beiden Cousinen zu besuchen. Diese sind spontan für einen Besuch zu haben. Wir werden also die beiden nächsten Tage vor allem mit der Fahrt nach New Jersey verbringen.
Die Nacht bleiben wir auf dem Freistellplatz in Beauharnois (etwas südlich von Montréal). Die Zufahrt ist dank dem vielen Regen recht schlammig, Doggeli kriegt erstmals richtig dreckige Schuhe. Direkt neben dem Platz ist die Einfahrt zu einer Schleuse, und es war schon eindrücklich, wenn dann keine 100 Meter vom Camper entfernt ein grosses Frachtschiff majestätisch in den Kanal einfährt.

Since the weather on our planned route will not get better in the next few days and large parts of Canada and the northern USA (along Yellowstone down to Colorado) have just been ravaged by a large snowstorm, we are changing our route a little. We decide to visit aunt Rita (Susanne’s aunt), her husband Al and her two cousins. They are spontaneously available for a visit. So we will spend the next two days mainly driving to New Jersey.
Tonight we stay on the parking lot in Beauharnois (a little south of Montréal). The access road is muddy due to the rain, Doggeli gets really dirty shoes for the first time.
Right next to the campsite is the entrance to a lock, and it was impressive when a big cargo ship majestically enters the canal less than 100 meters away from the camper.

24.5.19 – Heute ist der erste Grenzübertritt in die USA angesagt. Wir wählen dafür den Grenzposten in Johnstown. Nach dem Zollhäuschen müssen wir auf die Seite fahren und dann ins Gebäude rein und finden das sehr lustig, dass da drei Zollbeamte sind – einer arbeitet und die beiden anderen sind entweder am telefonieren oder TV schauen. Auch so kann man das Grenzkontrollbudget der Amerikaner ausgeben. Nach einer kurzen Befragung und Abgabe unserer Fingerabdrücke will einer der Zöllner noch unseren Doggeli begutachten. Nicht weil er das müsste, sondern weil ihm Doggeli so gut gefällt. Wir unterhalten uns noch ein wenig mit ihm und fahren dann weiter.
Die Nacht verbringen wir im Hickory Park. So etwas Idyllisches und so viel Platz für einen Camper. Es hat noch viele andere Camper hier, aber das fällt fast nicht auf.
Beim Blog-Schreiben kommt auf dem Nachbarplatz ein Camper an, in dem ein Ehepaar sitzt. Der Mann parkt auf Anweisung seiner Frau den Camper sicher während 20 Minuten immer wieder um. So ein Spektakel. Wir sehen den Sinn nicht darin. Am Schluss jedenfalls steht der Campe genauso wie er über 20 Minuten vorher das erste Mal angehalten hat. Zum Glück haben diese Camper hier Automaten, sonst wäre ihm sicherlich die Kupplung durchgeschmort.

24.5.19 – Today the first border crossing into the USA is about to happen. We choose the border post in Johnstown.We have to drive to the side after the customs house and then step into the building and find it very funny that there are three customs officers – only one of them working, the other two are either on the phone or watching TV. This is another way to spend the Americans‘ border control budget. After a short interview and giving our fingerprints one of the customs officers wants to examine our Doggeli. Not because he has to do it, but because he likes the setup of our Doggeli so much. We talk a little more with him and then drive on.
We spend the night in Hickory Park. Very idyllic and so much space for a camper. There are a lot of other campers here, but that’s hardly noticeable. When writing our blog, another RV with a couple arrives on the place next to us. On the instructions of his wife the driver parks the camper in different ways for 20 minutes over and over again. Such a spectacle. We don’t see the point in it. At the end the camper stands just like he parked the first time more than 20 minutes before. Luckily these RV’s have automatic transmissions here, otherwise the clutch would surely have been burnt

25.5. – 27.5.19 – Wie schon einmal kurz erwähnt, haben wir vor ein paar Tagen die Cousine von Susanne kontaktiert und angefragt, ob sich die Familie über einen Besuch von uns freuen würde. Da dem so war richteten wir die Schnauze des Doggeli gen Süden, um nach Jackson in New Jersey zu Tante Rita und Onkel Al zu fahren. Diese wohnen seit fast 20 Jahren in einer Siedlung mit 1’500 Einfamilienhäusern, in der nur Personen über 55 Jahre wohnen. Mal stelle sich vor, ca. 3’000 Personen, in einem kleinen Häuschen (gut 2’000 square-feet, was in etwa 185 m2 entspricht). Definitiv nicht verdichtetes Wohnen wie in der Schweiz.
Wir fahren bei Tante Rita vor und werden herzlich empfangen. Dürfen sogar das Gästezimmer mit zugehörigem Badezimmer benutzen. Onkel Al liess es sich nicht nehmen, uns das Clubhaus zu zeigen. Dieses ist ca. 400 m vom Haus der beiden entfernt. Darin befindet sich neben einer Bar, einem Restaurant, einem Gemeinschaftssaal noch eine Bibliothek und ein Fitnesscenter. Dass es noch einen  Golfplatz und einen riesigen Pool hat braucht wohl nicht erwähnt zu werden, ist ja selbstverständlich.
Jedes Haus sieht sehr ähnlich aus. Da sollte man abends nicht angeheitert nach Hause fahren, sonst findet man das eigene Haus nicht mehr.
Sehr beeindruckt sind wir auch von Al’s Büro. Das ist vollgepfropft mit Erinnerungen an seine Zeit bei der US Air Force und bei TWA. Er war Mayor im Militär und dann Pilotinstruktor bei TWA. Auf einem Bild sieht man Al als jungen Pilot. Darauf sieht er aus wie ein Hollywood-Star.

25.5. – 27.5.19 – As mentioned before, a few days ago we contacted Susanne’s cousin and asked her if the family  would be happy if we visited them. Because that was so we turned the snout of the Doggeli to the south to drive to Jackson in New Jersey to Aunt Rita and Uncle Al. For almost 20 years they have been living in a settlement with 1’500 single-family houses in which only people over the age of 55 live. Just imagine, about 3’000 people, in a small house (about 2’000 square-feet, which is about 185 m2). We drive up to Aunt Rita’s house and are warmly welcomed.
We are allowed to use the guest room with its bathroom. Uncle Al did not miss to show us the clubhouse. This is approx. 400 m away from the house of the two. There is a bar, a restaurant, a ball room, a library and a fitness center. It goes without saying that there is also a golf course and a huge pool.
Every house looks about  the same. In the evenings, one should not go home a little drunk, otherwise one does not find one’s own house anymore. We’re also very impressed with Al’s office. It’s full of memories of his time with the US Air Force  and TWA. He was a Mayor in the military and then a pilot instructor at TWA. One picture shows Al as a young pilot. It makes him look like a Hollywood star.

Am nächsten Morgen kommen auch noch die beiden Cousinen Sybil und Jackie sowie Jackie’s Tochter Jessie zu Besuch. Es gibt ein typischen New Yorker-Frühstück: Bagels, Cremecheese und Lachs. Wir haben nicht genau herausgefunden, weshalb sie Lachs und nicht Salmon sagen. Aber wahrscheinlich ist das so, weil es jüdisch ist. Susanne mag besonders den Cremecheese mit Withefish..
Am Abend sind wir dann wieder alleine mit Rita und Al. Da am folgenden Tag Memorial Day in den USA ist, schauen wir am Abend das offizielle National Memorial Day Concert, an dem die ehemaligen (Veterans) und aktiven Militär-Anghörigen für ihren Dienst am Lande gewürdigt werden, insbesondere diejenigen, die in den vielen Kriegen gestorben sind. Also das ist wirklich eine Show, hat in den letzten 30 Jahren schon mehrere Awards gewonnen. Alle Register werden gezogen: Unterhaltung, Tränendrüse, Patriotismus. Echte Geschichten von Soldaten in den verschiedenen Kriegen werden erzählt, und es ist sehr eindrücklich. Die Show war klar nicht politisch aufgebaut, etwas sehr Beruhigendes für einmal.
Typisch Ami aber ist die Kommerzialisierung dieses Tages, die irgendwie nicht zum Thema des Memorial Days passt, da gibt es Rabattschlachten auf alles, da verkommen die Punktesammeln-Tage bei Migros zu Kinder-Krämerladen-Niveau.

The next morning the two cousins Sybil and Jackie as well as Jackie’s daughter Jessie come to visit us. There is a typical New York breakfast: bagels, cream cheese and «Lachs». We haven’t found out exactly why they say «Lachs» and not salmon. But it’s probably because it’s Jewish. The cream cheese with Withefish is Susanne’s fovourite.  In the evening we are alone again with Rita and Al. Since the following day is Memorial Day in the USA, we watch the official National Memorial Day Concert in the evening, where the former (Veterenas) and active military members are honored for their service to the country, especially those who died in the wars. So this is really a great show, one that has won several awards in the last 30 years. The show features entertainment, teary moments, patriotism. Real stories of soldiers in the different wars are told, and it is very impressive. The show was clearly not politically, something very reassuring for once.Typically american is the commercialization of this day, which somehow does not fit the meaning of Memorial Day. There are discount battles on everything.

Am Montag wollten wir eigentlich gegen 9 Uhr Rita und Al verlassen. Wir unterhalten uns aber so gut, dass wir bis nach dem Mittagessen bleiben. Der Abschied ist schon etwas hart und traurig, wissen wir ja nicht, wann und wo oder überhaupt ob wir die beiden (aktuell über 85 Jahre alt) noch je einmal sehen werden.
Auf jeden Fall haben Al und Rita ein neues grosses Projekt: sie werden bald nach Philadelphia umziehen, in ein grosses Wohnhaus in der Down Town leben, in der Nähe ihrer Tochter Sybil. Alles Gute!
Die Nacht verbringen wir wieder auf dem Campingplatz im Hikory Park. Jetzt hat es aber weniger als die Hälfte der Camper hier, als noch drei Tage davor.

On Monday we wanted to leave Rita and Al at 9am. But we had such a good time that we stayed until after lunch. The farewell is a bit hard and sad, we don’t know when and where or if we will ever see the two (both over 85 years old) again.
In any case Al and Rita have a new big project: they will soon move to Philadelphia, live in a big house in Down Town, near their daughter Sybil. All the best!
We spend the night again on the camping site in Hikory Park. But now there are less than half of the campers here than three days before.

28.5.19 – Aufgrund des Wetters (Tornados in der Mitte der USA, rund um Oklahoma) beschliessen wir, wieder Richtung Norden zu den Niagara Fälle zu fahren. Dabei fahren wir zuerst bei strömenden Regen über 50 Kilometer an einem schmalen See namens Finger Lake entlang (eine Weinroute), um am Ende dann in Genf (Geneva) zu landen, wo wir einen kleinen Stadtbummel unternehmen.
Es geht weiter nordwärts, und wir gelangen zu einem kleinen Städtchen namens Sodus Bay. Auch dieses Dorf hat aufgrund der starken Niederschläge ein Problem mit zu viel Wasser: viele der Gärten und einige Häuser sind schon oder nahe am Überfluten. Dies auch deshalb, weil der Lake Ontario aufgrund von Abkommen zwischen den USA und Kanada nicht mehr viel Wasser in den Lorenz-Strom ablaufen lassen darf, ansonsten die Stadt Montréal überschwemmt werden würde.

28.5.19 – Due to the weather (tornadoes in the middle of the USA, around Oklahoma) we decide to head northwards to the Niagara Falls. We first drive in pouring rain along a narrow lake called Finger Lake (a wine route) for more than 50 kilometers, before finally landing in Genf (Geneva), where we take a short stroll through the city. We continue northwards and arrive at a small town called Sodus Bay. Also this village has a problem with too much water due to the heavy rainfall: many of the gardens and some houses are close to flooding. This also because Lake Ontario is not allowed to drain much water into the Lorenz River due to agreements between the USA and Canada, otherwise the city of Montréal would be flooded.

Wir besichtigen in Sodus Bay auch das Lighthouse Museum und erhalten eine Privatführung. Dabei erfahren wir viele interessante Sachen. So zum Beispiel, dass ein Leuchtturmwärter normalerweise eine Karriere von durchschnittlich 4 Jahren hatte. Er musste nämlich jede Nacht alle 1 ½ Stunden das Gefäss mit dem Petroleum für die Lampe des Leuchtturms nachfüllen. Da kommt man nicht gerade zu viel Schlaf. An der Wand hängen die Namen und die Einsatzzeiten aller Leuchtturmwärter. Einer hat es gerade einen Tag ausgehalten und hat dann seinen Dienst quittiert. Bruno sagt dazu nur, dass der Rekrutierungsprozess dieser Person wohl nicht ideal gelaufen ist.

We also visit the Lighthouse Museum in Sodus Bay and get a private guided tour. We learn a lot of interesting things. For example that a lighthouse keeper normally had a career of 4 years on average. Every night he had to refill the bottle with kerosene for the lighthouse lamp every 1 ½ hours. You don’t get too much sleep. On the wall you find the names and the working dates of all lighthouse keepers. One of the lighthouse keepers just held out for one day and then resigned. Bruno only says that the recruitment process of this person probably did not run ideally.

Nach dem Mittagessen fahren wir direkt entlang des Ontariosees Richtung Westen, gegen Niagara zu. Auch wenn wir teilweise nur knapp 100 bis 200 Meter nebem dem Strand durchbrausen: den See sehen wir wegen Regen und Wolken fast nie.
Dafür stehen entlang der Strasse stehen Villen mit Vorgärten, die so gross sind, dass wenn man zu Fuss vom Eingang des Hauses zum Briefkasten an der Strasse und zurück geht, man locker seine 10’000 Schritt pro Tag fast schon erreicht hat…auch das ist nicht verdichtetes Bauen…. Die Nacht verbringen wir auf dem Four Mile Creek State Campground. Der Stellplatz ist schon fast morastig, was uns aber nicht abhält, ein wärmenden Lagerfeuer zu machen.

After lunch we drive west along Lake Ontario towards Niagara. Even if we sometimes only are about 100 to 200 meters away from the beach,  we don’t see the lake because of rain and clouds.
But there are villas with front gardens along the road, which are so big that if you walk from the entrance of the house to the mailbox on the road and back, you easily reach your 10’000 steps per day almost immediately. We spend the night at the Four Mile Creek State Campground, the place is almost boggy, but that doesn’t stop us from making a warming campfire

29.5.19 – Wir fahren auf Nebenstrassen zu den Niagara-Fällen, vorbei an luxuriösen Villen, von denen etliche zu kaufen wären.
Rund um den Parkplatz bei den Fällen wird heftig gebaut, aber etliche Teile von der Stadt Niagara Falls sehen recht runtergekommen aus.
Wir spazieren zum Observationsturm und gönnen uns den Eintritt auf die Aussichtsplattform. Von dort sieht man die Fälle wirklich viel besser, respektive heute nur die American Falls. Die Bridal Veil Falls sind hinter einem dichten Gischtschleier verborgen. Auf die Fahrt mit dem Boot «Maid of the Mist» verzichten wir aber.
Unglaublich wie nahe man auf dem Spazierweg den Fällen kommt. An einem Punkt steht man keinen Meter von der Wasserfallkante weg.

29.5.19 – We drive on side roads to the Niagara Falls, past luxurious villas, many of which could be bought. Around the parking lot at the Falls there is a lot of construction going on, but some parts of Niagara Falls we crossed look quite run down.
We walk to the observation tower and treat ourselves to the entrance to a viewing platform. From there you can see the Falls much better, respectively today only the American Falls. The Bridal Veil Falls are hidden behind a thick veil. We renounce taking one oft he boats «Maid of the Mist» Unbelievable how close you get to the falls on the walk. At one point you don’t stand a meter (three feet!!) away from the edge of the waterfall.

Auch hier hat es enorm viele asiatische Touristen mit Selfie-Sticks. Aber auch viele Inder. Einer sticht dabei besonders hervor, muss der wohl sehr kalt haben, da er Ohrwärmer trägt und dicke Ski-Handschuhe. Wir fragen uns aber, warum er nicht geschlossene Schuhe, Socken und vor allem lange Hosen trägt.

Also here there are many Asian tourists with Selfie-Sticks. But also many Indians. One of them stands out, he must be very cold because he wears ear warmers and thick ski gloves. But we wonder why he doesn’t wear closed shoes, socks and especially long trousers.

Da das Wetter immer noch nass und teils doch recht kühl ist, und vor allem auch auf der geplanten Route im Süden von Kanada nicht besser wird, diskutieren wir Alternativen. Im Regen und Kälte über eine Woche zu warten macht keinen Sinn. So entscheiden wir uns, die USA in der Mitte zu queren und Richtung Moab oder Page zu fahren. Dies je nachdem ob die aktuellen Unwetterwarnungen gewisse Einschränkungen vorgeben. Es hat noch immer einige Tornado-Warnungen oder Sturzfluten im Bereich Oklahoma und ostwärts davon.
So geht es zuerst am Erie-See entlang. Uns kommt da natürlich das Gedicht von Theodor Fontane in den Sinn: John Maynard, der sein Schiff in Aufopferung seines Lebens an das Ufer von Buffalo gesteuert hat und so alle Passagiere überleben konnten. http://johnmaynard.net/Poem.html

Since the weather is still wet and sometimes quite cool, especially on the planned route in the south of Canada, we discuss alternatives. Waiting in the rain and cold for more than a week makes no sense. So we decide to cross the USA in the middle and drive towards Moab or Page, depending on the current weather warnings. There are still some tornado warnings or flash floods in the area of Oklahoma and east of it.
First we continue along Lake Erie. Of course the poem of Theodor Fontane comes to mind: John Maynard, who steered his ship to the shore of Buffalo in sacrifice of his life so all passengers could survive.
(http://johnmaynard.net/Poem.html

Wir entscheiden uns unterwegs, spontan einen ausgeschilderten State Park für die Übernachtung anzusteuern. Der nette junge Herr am Eingang fragt uns, welchen Platz wir gerne möchten und natürlich wählen wir einen möglichst nahe am See. Der See ist über die Ufer getreten und gleich hinter unserem Übernachtungsplatz hat es stehendes Gewässer. Da hat es allerlei Getier drin. Wir wissen jetzt auch, wieso dieser Campingplatz «Mosquito Lake» heisst…;-)
Dank des Lagerfeuers waren die Mücken jedoch erträglich. Und auch der starke Regen in der Nacht hat nicht gross gestört. Einzig schade ist, dass so kein Frühstück draussen möglich war.

On the way we decide to spontaneously head for a signposted State Park for the overnight stay. The nice young gentleman at the entrance asks us in which place we would like to stay and of course we choose one as close as possible to the lake. The lake has flooded the banks and right behind our place for the night there is standing water. It has all kinds of animals in it. Now we also know why this campground is called „Mosquito Lake“. But thanks to the campfire, the mosquitoes were bearable. And the heavy rain during the night didn’t disturb us either. The only pity is that breakfast outside was not possible.

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