9. – 12. Juni 2019

9.6.19:
Die Reise geht weiter zum North Rim des Grand Canyons. Die touristisch viel bekanntere South Rim lassen wir aus, denn diese haben wir schon vor 3 Jahren besucht. Die Fahrt zur North Rim ist wesentlich länger, aber die schöne Landschaft entschädigt uns für die lange Reise. Unterwegs besichtigen wir noch die Hopi Bridge, welche gut 150 Meter hoch ist, in den 1920-er Jahren erbaut wurde und den Colorado River überspannt. Als Bruno Doggeli gerade für unser Mittagessen umparken will, trifft er auf ein Ehepaar aus dem Kanton Aargau. Die beiden sind insgesamt 5 ½ Monate unterwegs und werden plus/minus eine ähnliche Route fahren wie wir. Vielleicht treffen wir sie ja unterwegs nochmal.

The journey continues to the North Rim of the Grand Canyon.We skip the much more visited and touristically better known South Rim because we already visited it 3 years ago. The trip to the North Rim is much longer, but the beautiful landscape compensates us for the long trip. On the way we visit the Hopi Bridge, which is a good 150 meters high, was built in the 1920’s and spans the Colorado river. When Bruno is about to park Doggeli for our lunch break, he meets a couple from the canton of Aargau. The two are travelling for a total of 5 ½ months and will make a route quite similar to ours. Maybe we’ll meet them again on the way.

Die Landschaft ändert sich und nun haben wir das Gefühl, wir wären im Jura unterwegs. Wir beschliessen kurzerhand, vor der North Rim zu übernachten und fahren zum Demotte Campground. Da wir die US$ 20.- für einen Stellplatz ohne Service übertrieben finden und unsere App ganz in der Nähe einen Freistehplatz anzeigt, steuern wir diesen an. So ein schöner, grosser Platz. Insgesamt sind es 4 Camper, die hier übernachten. Später am Abend kommt noch ein älterer Mann mit einem Wohnanhänger. Für diesen hat es dann keinen Platz mehr und er will sein Gespann auf unserem Platz wenden. Wäre kein Problem gewesen, wenn er nicht rückwärts in einen grossen Stein gefahren wäre. Es geht dann doch noch alles gut und er fährt fast unbeschadet weiter.  Wir verbringen eine sehr kalte Nacht auf diesem Platz, welcher sich auf gut 2’700 Meter über Meer befindet.

The landscape changes and now we have the feeling that we are travelling in the Swiss Jura. We decide to spend the night in front of the North Rim and head for Demotte Campground. Since we find the US$ 20.00 for a site without service exaggerated and our app shows a free-standing place nearby, we decide to go there. Such a beautiful, big place. In total there are 4 campers staying overnight here. Later in the evening an older man with a caravan arrives. Since there is no more place for him, he wants to turn his caravan on our place. Wouldn’t have been a problem if he hadn’t driven backwards into a big stone. Everything still goes well and he continues almost undamaged. 
We spend a very cold night on this place, which is at 2’700 meters above sea level.

Der Platz wäre wunderbar ruhig gewesen, wenn nicht einer der anderen Camper in seinem Mietwohnmobil seinen Stromgenerator fast dauernd laufen gelassen hätte. Wir haben keine Ahnung, für was der Generator laufen musste. Auf jeden Fall haben diese Leute ihr Fahrzeug die ganze Zeit nie verlassen. Da fragt man sich schon, für was diese Touristen dann einen Freistehplatz aussuchen.

The place would have been wonderfully quiet, if not one of the other campers in his rental RV had let their generator run almost continuously. We have no idea why the generator was running for. In any case, these campers never left their vehicle the whole time. One wonders why these people choose a free-standing place, probably just to save money. Certainly not for being in the wild.

10.6.2019
Am Morgen fahren wir direkt zur Administration der North Rim. Da kann man Permits kaufen, um im Hinterland zu übernachten. Der nette Mann dort erklärt uns, dass es an dem von uns gewünschten Platz genau noch einen – von zwei! – frei hat und dass der Weg dorthin seit gerade erst zwei Tagen offen ist. Diese beiden Plätze seien sehr beliebt und teils über Monate hinweg ausgebucht. Das nennt man Glück. Wir zahlen für eine Nacht und begehen dann bei der Lodge einen kurzen Wanderweg zum Bright Angel Point. Was für eine Aussicht. Und im Gegensatz zu den Touristenströmen an der South Rim geht es hier beschaulich zu.

In the morning we drive directly to the administration of the North Rim. There you can buy permits to stay overnight in the back-country. The nice man there explains to us that there is exactly one place free – out of two! – at the place we wanted to stay, and that the road to there has been open for just two days. And that these two places are usually very popular and sometimes booked out over months. This is called luck. We pay for one night and then take a short hiking trail to the Bright Angel Point at the lodge. What a view. And in contrast to the streams of tourists at the South Rim it’s quite calm here.

Nach dem Mittagessen: endlich Off-Road.
Wir nehmen eine Primitive Road, die nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahren werden sollte. Dass wir da nach kurzer Fahrzeit auch einen normalen PKW antreffen, wen wundert’s? Dieser hat aber vor einer grossen Schlammpfütze gewendet, gut für ihn, denn später wäre er garantiert stecken geblieben. Die Strecke ist ok zufahren, da es recht trocken ist. Teils holprig, eng, kurvig. Aber es ist nicht nötig, den 4×4-einzulegen, Doggeli krabbelt sich problemlos mit Heckrad-Antrieb über alle Hindernisse.
An einer Stelle fahren wir eine recht steile, kurvige und enge Passage runter, und da kommt uns eine Gruppe von 11 Jeeps entgegen. Diese können nicht alle zurückfahren und ein Kreuzen ist an diesem Punkt unmöglich. Also: Radnaben vorne auf lock stellen, Untersetzung und Rückwärtsgang rein – so fährt Bruno höchst gekonnt ca. 400 Meter rückwärts. Die Fahrer der Geländewagen sind beeindruckt und Susanne mächtig stolz auf Bruno.
Der Übernachtungsplatz ist dann auch ein Traum. Wir befinden uns am bekannten Sublime Point. Der Aussichtspunkt ist etwa noch 400 Meter vom Campingplatz (mit WC) entfernt. Die Aussicht dort einfach grandios, atemberaubend.
Am Abend trifft noch ein Pärchen aus Texas ein, samt ihrem Hund, der die ganze Gegend absuchen muss. Und auch ein Rabe flattert auf den Platz, und der ist gut 50 cm hoch, also riesig.

After lunch: finally, off-road! We take a primitive road which should only be driven with off-road vehicles. That after a short driving time we also meet a normal car….who wonders. But he turned around in front of a big mud puddle, good for him, because he would have got stuck later. The track is ok, because it is quite dry. Partly hoppy, narrow, curvy. But no need to ride in 4×4 mode. Doggeli crawls over all obstacles with rear wheel drive.
At one point we ride down a quite steep, curvy and narrow passage, and a group of 11 jeeps come towards us. They can’t all go back and crossing here is impossible. Thus: front wheel hubs switched to lock, reduction gear engaged and transmission put into reverse – Bruno drives most skillfully approx. 400 meters backwards. The drivers of the off-road vehicles are impressed and Susanne is very proud of Bruno. The overnight place is a dream. We are at the famous Sublime Point. The vantage point is about 400 meters away from the camping site (with WC). The view there is simply magnificent, breathtaking.
In the evening a couple from Texas arrives, together with their dog, who has to search the whole area. And also, a raven flutters on the place, and it is well 50 cm high, thus gigantic.

11.6.19
04:45 – der Wecker geht. Bruno macht sich auf, den Sonnenaufgang am Sublime Point zu fotografieren. Susanne schläft weiter. Die Stimmung vor und während des Sonnenaufgangs ist genial. Und es ist extrem ruhig, noch nicht einmal die Mücken oder anderen Flatterdinger sind da. Die Stille ist einmalig. Und das Beobachten, wie die Sonne in die Täler des Grand Canyons hinein wandert, ist umwerfend.

04:45 – the alarm goes off. Bruno sets off to photograph the sunrise at Sublime Point. Susanne continues sleeping. The atmosphere before and during sunrise is great. And it is extremely quiet, not even the mosquitoes or other fluttering things are there. The silence is unique. And watching the sun shine down into the valleys of the Grand Canyon is stunning.

Nach einem frühen Frühstück (!) geht es wieder Off-Road gegen Norden. Langsam nur, denn die Sonne steht tief, und im Wald ist ein Wechselspiel von hellen und dunklen Partien sehr anstrengend zu fahren. Und wir wollen ja nicht einen grossen Ast übersehen, der die Kabine kaputt macht oder in ein grosses Schlagloch fahren.

After an early breakfast we head north again off-road. Slowly only, because the sun is low, and in the forest the constant changing between bright and dark parts is very exhausting to drive. And we don’t want to overlook a big branch that destroys the cabin or drive into a big pothole.

Nach gut 2 Stunden im Wald kommen wir auf Teer, und wir fahren die knapp 250 Km zum Zion National Park. Sowohl der dortige Camping Platz wie auch die State Park Camps sind voll. Also fahren wir weiter zum Osteingang des Parks. Die Fahrt dorthin entlang dem Zion Mount Carmel Highway ist wunderbar schön, obwohl es sehr viel Verkehr hat. Und vor uns einer, der es schafft, im Tunnel mit gerade nur 25 Km/h zu fahren, mehrmals beinahe den rechten Strassenrand touchiert und auch wohl noch nie Bergkurven gesehen hat.
Der Campingplatz ist ok. Auch hier: 44$ für einen Platz ohne Services ist viel. Interessant ist, dass wir auf einem Teil des Platzes gehen sollen, der nur mit 4×4 erreichbar sein soll. Die Amis haben schon spezielle Ansichten, diesen Weg hätten wir problemlos auch mit unserem Zoé fahren können.

After about 2 hours in the forest we come on tar, and we drive about 250 km to the Zion National Park. The camp sites there as well as the State Park Camps are full. So, we drive on to the east entrance of the park. The drive along the Zion Mount Carmel Highway is wonderful, although there is a lot of traffic. And in front of us one who manages to drive in the tunnel with just 25 km/h, almost touches the roadside several times and has probably never seen mountain curves.
The camping site is ok. Also here: 44$ for a place without services is a lot. It is interesting that we have to park on a part of the campsite that can supposedly only be reached with 4×4. The Americans have special views, we could have driven this way with our Zoé without problems.

12.6.19
Zion-Tag: wir parken Doggeli beim Visitor Center und besteigen den Shuttle, mit dem wir bis zuhinterst in den Park fahren, zum Temple of Sinawava. Von da gibt es eine Wanderung bis hin zu den Narrows. Von dort könnte man weiter im Virgin River wandern, teils im Wasser, teils auf Steinen. Aktuell hat es aber soviel Wasser, dass dieser Bereich gesperrt ist.
Wir machen mehrere Stopps mit dem Shuttle und erwandern Punkte wie die Lower Emerald Pools (eine kleine Pfütze) oder die Weeping Rocks. Es hat schon jetzt recht viele Touristen. Wie muss es dann in der Hochsaison sein?

Zion Day: we park Doggeli at the Visitor Center and board the shuttle, which takes us to the very back of the park, the Temple of Sinawava. From there it is a short hike to the Narrows. From there you could continue in the Virgin River, partly in the water, partly on stones. At the moment there is so much water that this area is closed.
We make several stops with the shuttle and hike to points like the Lower Emerald Pools (a small puddle) or Weeping Rocks. It already has quite a lot of tourists. How must it be then in the high season?

Wir beschliessen, gut 2 Kilometer am Schluss zum Museum zu spazieren. Der Weg entlang des Flusses ist super schön. Aber an der Sonne ist es tierisch heiss und Susanne kurz vor dem Kollaps. Gut ist das Museum klimatisiert. Wir schauen uns einen schönen, aber alten Film, über den Zion Park an.

We decide to walk a good 2 kilometers to the museum at the end. The way along the river is very nice. But in the sun it is very hot and Susanne is about to collapse. The museum is well air-conditioned. We watch a nice but old film about Zion Park.

Wir fahren dann wieder gegen Osten auf dem Scenic Highway 89. Entlang der Strasse gegen Kanab finden wir einen absolut traumhaften Übernachtungsplatz auf einer Anhöhe mit einer genialen Aussicht.

Then we drive east again on Scenic Highway 89. Along the road towards Kanab we find an absolutely fantastic place to stay overnight with a fantastic view.

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