14. – 22.7.2019

14.7.19.
Wir überqueren die Grenze nach Kanada in Sumas. Da unsere Reise über Vancouver geht, steuern wir unterwegs den Cleveland Dam an und unternehmen eine schöne Wanderung zum Damm und einem Aussichtspunkt. Dort hat es auch noch eine Aufzuchtstelle für Fische. Schön gemacht und gut erklärt. Die Fische schauen jedoch ziemlich apathisch drein. Da macht es auch keinen Unterschied, dass viermal mehr Fische hier überleben als in der Wildnis.

We cross the border into Canada in Sumas.
Since our journey goes over Vancouver, we head on the way for Cleveland Dam and undertake a beautiful hike to the dam and a viewpoint. There is also a place where they hatch fish. Beautifully done and well explained. But the fish look quite apathetic. It makes no difference that four times more fish survive here than in the wilderness.

Unser Weg führt weiter nordwärts auf dem wunderschönen Sea to Sky Highway gegen Whistler zu. Kurz vor diesem sehr bekannten Wintersportort folgen wir dem Wegweiser zum Alexander Wasserfall.

Our way leads north on the beautiful Sea to Sky Highway towards Whistler. Shortly before this well known winter sports resort we follow the sign to the Alexander Waterfall.

Anschliessend machen wir eine kleine Stadtrundfahrt durch Whistler und fahren dann gut ca. 30 Kilometer weiter auf den Nairn Falls Statepark kurz vor Pemperton. Eine Rundfahrt durch den Campingplatz ergibt, dass dieser sehr gut besucht ist. Unser Glück ist uns jedoch wieder mal hold und wir ergattern einen freien Platz, welcher so markiert ist, dass er nur für genau diese Nacht frei ist. Wir wollen ja auch nicht länger bleiben.

Afterwards we do a small city tour through Whistler and then drive about 30 kilometers further to the Nairn Falls Statepark shortly before Pemperton. A round trip through the campsite shows that it is very well visited. But our luck is still holding and we get a place which is marked so that it is only free for this night. Great, since we don’t want to stay any longer.

15.7.19
Am Morgen unternehmen wir eine kleine Wanderung zum Nairn Wasserfall. Diese beginnt gleich am Campingplatz. Es ist ein schön angelegter Weg und am Schluss ist auch ein recht hübscher Wasserfall zu sehen. Eindrücklich ist jedoch das untere Ende des Wasserfalls. Er endet in einer Art Sackgasse und es sieht so aus, als würde da kein Weg weiterführen. Das Wasser hat sich jedoch den Weg unterirdisch frei gelegt und so fliesst der Fluss dann auch weiter.

In the morning we do a small hike to the Nairn waterfall. It starts right at the campground. It is a beautifully laid out path and at the end you can also see a pretty waterfall. However, the end of the waterfall is impressive, since it ends in a kind of dead end and it looks as if there is no way to continue. But the water has cleared the way underground and so the river flows on.

Auf dem Weg zurück vom Fall über grosse Steine überholt uns ein älteres Ehepaar ohne zu grüssen. Der Mann sieht aus wie ein typischer Kampfwanderer und geht vorne weg, die Frau folgt. Wir schauen zu, wie die Frau kurz darauf auf einem Stein ausrutscht und dann wie ein Käfer liegen bleibt, da sie die Fotokamera in die Luft hält, damit diese nicht kaputt geht. Bruno eilt zu ihr und hilf ihr beim Aufstehen, ohne dass die Kamera kaputt geht. Die Frau ist sehr froh um Brunos Hilfe und lächelt ihn auf dem Rückweg mehrfach an.

Auf Brunos Bucket List steht noch ein Waldweg über einen Pass. Diesen hat er zuhause auf Google Earth rausgesucht. Wir wissen nicht, wie die Strasse ist und ob diese auch mit Doggeli fahrbar ist. Interessanterweise haben wir kurz vorher diese Forest Mountain Road einmal im Google eingegeben, und auf der Homepage «www.dangerousroads.com» rausgefunden, dass dies eine ziemlich happige Strecke sein soll. Die Realität sieht so aus, dass diese Forest Road über den 1’385 Meter hohen Railroadpass zwar kurvig und teils recht steil, aber absolut nicht gefährlich ist. Es ist ein wunderschöner Weg durch die Wildnis.

On the way back from the fall over stones an older couple overtakes us without greeting. The man looks like a typical “combat hiker” and walks briskily in front, the woman follows behind. We watch as the woman slips shortly after on a stone and then remains lying like a beetle, holding the camera in the air so that it doesn’t break. Bruno hurries to help her getting up, without breaking the camera. The woman is very happy for Bruno’s help and smiles at him several times on the way back.

On Bruno’s Bucket List there is a drive on a forest path over a pass. He searched it out at home with Google Earth. We don’t know what the road is like and whether it is also drivable with Doggeli. Interestingly, we searched this Forest Mountain Road on Google just before, and we found out on the homepage „www.dangerousroads.com“ that this is supposed to be a rather difficult road. The reality is that this Forest Road over the 1’385 meter high Railroadpass is curvy and partly quite steep, but not at all dangerous. It is a beautiful way through the wilderness.

Unterwegs werden wir – als wir einen Fotostop bei einem Wasserfall machen – noch von einem älteren Paar angesprochen. Der Vater der Frau ist in Frutigen geboren und beide waren schon in Murten zu Besuch. Die Welt erscheint wirklich klein.

On the way – when making a photo stop at a waterfall – we meet an older couple. The lady’s father was born in Frutigen and both were already visiting Murten. The world seems really small.

Am Ende der Forest Road geht es dann von Golden Bridge auf einer geteerten Strasse dem Carpenter Lake entlang. Dies ist eine der schönsten Fahrten bisher, mit wunderbaren Ausblicken. Und: dank Susannes Adleraugen können wir von weitem dann auch einen Weisskopfadler beim Fussbad beobachten. Zum Fotografieren zu weit entfernt, aber auf dem Video noch zu erkennen.

At the end of the Forest Road we drive from Golden Bridge on a paved road along Carpenter Lake. This is one of the most beautiful drives so far with wonderful views. And: thanks to Susanne’s eagle eyes we can also observe a bald eagle dipping his feet into the water from far away. Too far away to photograph, but still visible on the video.

Über eine extrem steile und mit vielen Serpentinen gebaute Passstrasse geht es dann über den Missions Pass nach Shalalth. Die Strasse hier ist teils so steil, dass Bruno wieder einmal die Bremsen bemühen muss, denn die Motorbremse im dritten und teils zweiten Gang reicht nicht aus. Macht aber riesig Spass, solche Strecken zu fahren.
Dann folgt wieder eine Piste, die Bruno auf Google Earth geplant hat. Am PC sieht alles so einfach aus, die Realität kann dann ganz anders sein. Dem Anderson Lake entlang geht es circa 25 Kilometer auf einer teils sehr schmalen, kurvigen, holprigen und oft am Abgrund verlaufenden schlechten Piste weiter.

Over an extremely steep pass road with many serpentines it goes then over the Missions Pass to Shalalth. The road here is partly so steep that Bruno has to use the brakes again, because the engine brake in third and partly second gear is not enough. But it’s a lot of fun to drive such tracks.
Then another track follows, which Bruno planned on Google Earth. On the PC everything looks so simple, but the reality can be completely different. Along the Anderson Lake, a track goes about 25 kilometers, partly very narrow, curvy, bumpy and often running on the edge.

Wir sind dann froh, als wir unser Endziel, den Birkenhead Statepark erreichen. Dieser Campground ist direkt am gleichnamigen See, und er hat einen wundervollen Strand, den wir auch trotz einsetzendem Regen besichtigen.

We are happy when we reach our final destination, the Birkenhead Statepark. This campground is directly at the lake of the same name, and it has a wonderful beach, which we also visit despite the onset of rain.

So haben wir einen weiteren Bucket List Punkt abgehakt. Und dies verbunden mit dem kalten und nassen Wetter führt dazu, dass es heute ein Fondue zum z’Nacht gibt.

So, we have ticked off another bucket list point. And this combined with the cold and wet weather leads to the fact that today there is a Fondue for dinner.

16.7.19
Heute ist eine eher gemütliche Transitstrecke angesagt. Über schöne Strecken geht es durch den Duffy Lake Provincial Park nach Lilooet, wo wir einkaufen gehen. Dann folgen wir dem Fraser River bis wir auf den Trans Canada Highway stossen, auf dem wir bis nach Kamloops fahren. Nach einem längerem Tankstop (viel Verbrauch wegen den vielen steilen Pisten) erreichen wir den Pinegrove Campground, auf dem wir übernachten, dies direkt neben einem Zuggeleis. Aber was macht man nicht alles für eine Dusche nach 5 Tagen ohne.

Today a rather easy transit route is announced. Over beautiful routes we go through Duffy Lake Provincial Park to Lilooet, where we go shopping. Then we follow the Fraser River until we reach the Trans Canada Highway, on which we drive to Kamloops. After a longer refueling stop (a lot of fuel used because of the many steep tracks) we reach the Pinegrove Campground, where we spend the night, right next to a train track. The things you do when in need for a shower after 5 days without.

17.7.19
Das Wetter hat gedreht. Es regnet, zwar nicht stark, aber gerade so, dass die Fahrt auf dem Highway 24 über eine schöne Hochebene nicht gerade sehr fotogen ist.
So fahren wir ziemlich direkt die Ortschaft «100 Mile House» an und geniessen dort in einem herzigen Café einen Kaffe und eine fine warme Zimtschnecke.
Weiter geht es auf dem Cariboo Highway nach Williams Lake, dort gibt es wieder einmal Internet im Visitorcenter. Mittagessen nehmen wir in einem typischen Burgerladen ein, der als Attraktion noch ein spezielles Auto vor den Türen stehen hat.

The weather has changed. It’s raining, not much, but just enough so that the trip on Highway 24 over a beautiful plateau is not that great for photos.
So, we drive quite directly to the village „100 Mile House“ and enjoy a coffee and a delicious warm cinnamon bun in a nice café.
We continue on the Cariboo Highway to Williams Lake, where we use the internet access at the Vistorcenter. We have lunch in a typical burger restaurant, which has a special car in front of its doors as an attraction.

Dann biegen wir links ab und fahren auf dem Highway 20 weiter. Dieser ist eine Stichstrasse, nach 450 Kilometer ist in Bella Coola Schluss. Dort muss man entweder umdrehen und die gleiche Strecke zurückfahren, oder man nimmt eine der zahlreichen (und teuren) Fähren nach Vancouver oder Prince George.
Unser Plan ist es, nach Bella Coola zu fahren und dann wieder zurück zu kommen.

Man stelle sich vor: man hat 450 Kilometer vor sich, ungefähr die gesamte Breite der Schweiz von Genf bis nach St. Gallen. Man fährt durch eine wunderschöne Gegend, Verkehr hat es kaum, einige kleine Ortschaften und etliche Ranches. Diese Fahrt ist Entschleunigung pur, Bruno nennt es meditatives Fahren.

Then we turn left and continue on Highway 20. This is a cul de sac, after 450 kilometers it ends in Bella Coola. There you either have to turn around and drive back the same way, or you take one of the numerous (and expensive) ferries to Vancouver or Prince George.
Our plan is to go to Bella Coola and then come back.


Imagine: you have 450 kilometers in front of you, approximately the whole width of Switzerland from Geneva to St. Gallen. You drive through a beautiful area, there is hardly any traffic, some small villages and ranches. This trip is pure deceleration, Bruno calls this meditative driving.

Die Nacht verbringen wir auf einem kleinen Statepark direkt am Chilcotin River. Dort treffen wir auch einen älteren Mann und seinen Hund. Dazu mehr aber später.

We spend the night on a small statepark directly at the Chilcotin River. There we also meet an older man and his dog. More about that later.

18.7.19
Bruno hat senile Bettflucht. Schon recht früh ist er auf, und da es regnet arbeitet er am PC im Camper. Plötzlich sieht er durch das Heckfenster eine Bewegung, traut zuerst seinen Augen nicht. Aber dann ist klar, dass ein Grizzly keine 2 Meter neben unserem Camper gemütlich vorbei watschelt, an Gebüschen schnuffelt und dann weiter zieht. Zufälligerweise ist die Kamera im Camper.

Gut hat es geregnet, sonst wäre Bruno sicherlich draussen gewesen. Es ist sehr eindrücklich, diese Tiere in der freien Natur zu sehen.

Bruno has senile bed escape. He is up quite early, and because it rains he works on the PC in the camper. Suddenly he sees a movement through the rear window, at first he doesn’t believe his eyes. But then it’s clear that a grizzly is waddling past our camper only 2 meters away, snuffs at bushes and then goes on. Coincidentally the camera is in the camper.

It was raining, otherwise Bruno would surely have been outside. It is very impressive to see these animals in the wild.

Nachdem auch Susanne erwacht und das Frühstück verschlungen ist, geht es weiter nach Bella Coola. Die Landschaft bleibt abwechslungsreich und schön. Wir machen am späteren Morgen einen Kaffeehalt in einem urchigen Restaurant in Nimpo Lake. Der Früchtekuchen dort ist top.
Weiter geht es nach Westen, und wir kommen auf den nicht mehr asphaltierten Teil der Strasse, der vom Heckmann Pass Summit auf 1500 Metern innert kürzester Zeit auf fast Meereshöhe runtergeht. Die Strasse ist zwar gut zu fahren, an einigen Stellen aber wird Susanne weiss im Gesicht, da die Strasse direkt am Abgrund verläuft. Dass diese Passstrasse «The Hill» genannt wird erfahren wir erst später in Bella Coola.

After Susanne also wakes up and the breakfast is devoured we continue to Bella Coola. The landscape remains varied and beautiful. Later in the morning we make a coffee stop in a rustic restaurant in Nimpo Lake. The fruit cake there is top.
We continue westwards and reach the unpaved part of the road, which goes down from the Heckmann Pass Summit at an altitude of 1500 m to almost sea level within a very short time. The road is easy to drive, but in some places Susanne gets white in her face, because the road runs directly at the edge. Later we learn in Bella Coola that this pass is called “The Hill”
.

Im sehr kleinen Dorf Bella Coola wollen wir uns im Visitor Center über ein paar Dinge erkunden, der Angestellte dort hat aber keine Ahnung und/oder kein Interesse am Auskunft geben. Dann statten wir dem nahe gelegenen Clayton Wasserfall und dem Hafen einen Besuch ab.

In the very small village of Bella Coola we want to explore a few things at the Visitor Center, but the employee there has no idea and/or no interest in giving information. We head on and visit the nearby Clayton waterfall and the harbor.

Anschliessend fahren wir auf den Rip Rap Campingplatz. Dieser ist wohl einer der gepflegtesten Plätze, die wir je besucht haben, mit viel Liebe zum Detail. Genial vor allem ist ein Beobachtungsdeck mit Bänken direkt am Bella Coola River. Als wir dort unser Sun Downer Bierchen geniessen, sehen wir am anderen Ufer des Flusses einen Weisskopfadler, wie er einen Fisch verspeist.

After we go to the Rip Rap campground. This is probably one of the most well-kept places we have ever visited, with a lot of attention to detail. And the observation deck with benches directly at the Bella Coola River is ingenious. As we enjoy our Sun Downer beer, we see a bald eagle eating a fish on the other side of the river.

19.7.19
Auch in dieser Gegend befindet sich ein Wegpunkt, den Bruno zu Hause recheriert hat. Es handelt sich um die beiden Jay Lakes westlich von Bella Coola. Laut Auskunft soll man hierzu einen 4×4 haben, um dorthin zu kommen. Diese Forest Road hat es in sich. Technisch nicht schwierig, aber an einigen Punkten eng. Sehr eng sogar. Teils ist das in die Strasse ragende Gebüsch so dicht, dass gerade knapp die Kotflügel noch sichtbar bleiben. Wenn nun da einer entgegen kommt ist es unmöglich, rückwärts zu fahren, da man einfach nichts mehr ausser Gebüsch in den Rückspiegeln sieht.

Die Aussicht bei den beiden Seen entschädigt aber für die beschwerliche Anfahrt, 20 Kilometer in gut einer Stunde.

Also in this area there is a waypoint which Bruno already researched at home. It is the two Jay Lakes west of Bella Coola. According to information you should have a 4×4 to get there.
This Forest Road is quite tough. Technically not difficult, but narrow at some points. Very narrow even. Sometimes the bushes are so dense that the mudguards are barely visible. If you encounter another car coming towards you, it is impossible to drive backwards, because you simply can’t see anything in the rearview mirrors except bushes. But the view from the two lakes compensates for the arduous journey, 20 kilometers in about one hour.

Auf der Rückfahrt kommt uns doch dann doch tatsächlich ein Auto entgegen, es hat keinen Platz zum Kreuzen. Der Fahrer macht aber kurzen Prozess und fährt einfach in das Gebüsch am Strassenrand. Als Einheimischer weiss der, dass der Boden dort gut trägt. Bruno wäre ausgestiegen und hätte sich die ganze Sache im Detail angeschaut.
Bruno musste dann weiter vorne doch noch aussteigen, zum Pinkeln. Kommt vor in seinem Alter. Kaum wieder eingestiegen und losgefahren, springt vor dem Doggeli ein Grizzli aus dem Busch und rennt kurz auf der Strasse vor uns her. Gut haben wir etwas vorher für Bruno’s Pause angehalten.
Zurück in Bella Coola gehen wir in ein lokales Restaurant und essen eine Kleinigkeit. Dann weiter, denn ein weiteres Ziel ist…..wieder einmal ein Wasserfall. Diesmal die Odegaard Falls. Die Piste dorthin ist gut 25 Kilometer lang, der erste Teil folgt einer sehr guten Forest Road dem Nusatsum River entlang. Später wird die Piste etwas schlechter, viel steiniger und kurviger, aber nicht 4×4 würdig. Einziger etwas kniffliger Punkt ist eine weggespühlte Brücke, die man im Flussbett umfahren muss. Relativ easy wenn man etwas auf die zu fahrende Spur schaut.

On the way back there is actually a car coming towards us, and there is no place to cross. The other driver however is not hesitating, drives simply into the bushes at the roadside. As a local he knows that the ground there is good. Bruno would have got out and looked at the whole thing in detail.
Bruno had to get out further ahead to pee. Happens at his age. Hardly in the car again and driving off, a Grizzli jumps out of the bush in front of Doggeli and runs briefly on the road in front of us. Well, so good that we stopped a bit before for Bruno’s break…..
Back in Bella Coola we go to a local restaurant and have a good lunch. Then we go on, because another destination waiting for us is… again a waterfall. This time it is the Odegaards Falls. The road there is about 25 kilometers long, the first part follows a very good forest road along the Nusatsum River. Later the track gets a bit worse, much stonier and more curves, but not 4×4. The only tricky point is a washed away bridge, there you have to drive through the riverbed. Relatively easy if you pay attention on where to drive in the river.

Wir kommen am Aussichtspunkt für den Wasserfall an. Der ist so super, dass Susanne der Meinung ist, dass man eigentlich gar nicht weiterfahren und dann eine Wanderung machen muss, um den Fall zu sehen. Ausserdem hat es enorm viele Mücken. Hier bietet es sich an, den Wasserfall mit der Drohne zu besuchen.

We arrive at the viewpoint for the waterfall. It’s so great that Susanne thinks that you really don’t have to go on and then do a hike to see the fall. There are also a lot of mosquitoes. And so we visit the waterfall with the drone.

Die Rückfahrt ist ebenso problemlos wie die Hinfahrt, wir treffen auf ein paar andere Reisende, Kreuzen ist problemlos und ein kurzer Schwatz macht viel Spass.

Zurück auf dem Campingplatz treffen wir dann wieder auf Bruce und seinen Hund, beide haben wir zwei Tage vorher ja schon getroffen. Wir quasseln ein wenig, dann zottelt Bruce wieder zu seinem Caravan, in dem er lebt. Als er sieht, dass wir am Laptop arbeiten, kommt er plötzlich händeringend zu uns und erzählt, dass er seit gut einem Monat auf Drängen seiner Nichte ein Handy gekauft hat, aber er kann es nicht bedienen. Susanne als Techie richtet das Smart Phone zuerst ein und führt Bruce in die wichtigsten Funktionen (Telefonieren, Fotos machen) ein. Bruce ist überglücklich und er lädt uns zum Hamburger essen ein.
Nach dem Nachtessen telefoniert Bruce lautstark und überglücklich mit wahrscheinlich allen Mitgliedern seiner Verwandtschaft. Diese haben ja aufgrund des nicht in Betrieb genommen Handys seit über einem Monat nichts von Bruce gehört.

The return trip is just as easy as the outward trip, we meet a few other travellers, crossing is no problem, and a short chat is a lot of fun.

Back at the campsite we meet Bruce and his dog again, both we met two days before. We chat a little, then Bruce goes back to his caravan where he lives. When he sees that we are working on the laptop, he suddenly comes to us with waiving hands and tells us that he has bought a mobile phone a good month ago at the urging of his niece, but he cannot operate it. Susanne as techie sets up the smart phone and introduces Bruce to the most important functions (making phone calls, photos). Bruce is overjoyed, and he invites us to eat hamburgers. After dinner, Bruce makes loud and overjoyed phone calls to probably all the members of his family. They haven’t heard from Bruce for over a month due to the cell phone not being used.

20.7.19
Wir verlassen Bella Coola und fahren über den «Hill» wieder ostwärts. Mittagessen nehmen wir spontan an einem Recreation Park ein, beim One Eye Lake.

We leave Bella Coola and drive east again over the „Hill“. We have lunch spontaneously at a recreation park, at One Eye Lake

Dort treffen wir auf ein paar Amerikaner, und sie erzählen uns von einem tollen Übernachtungsplatz am Tatlayoko Lake. Wir wollten zwar einen anderen See anfahren, entscheiden uns aber flexibel, den vorgeschlagenen Platz zu erkunden. Und wir werden nicht enttäuscht, der Platz ist super schön. Am Anfang hat es zwar etwas viel Wind, aber der legt sich am frühen Abend. Ideale Bedingungen für Abendessen und Lagerfeuerromantik.

There we meet a few Americans, and they tell us about a great place to stay overnight at Tatlayoko Lake. We wanted to drive to another lake, but decided to explore the proposed place. And we are not disappointed, the place is beautiful. At first there is a bit of wind, but in the early evening it subsides. Ideal conditions for dinner and campfire romance.

21.7.19
Ziel heute wäre es, den gestern im Visier gehabten Platz am Chilko Lake anzufahren. Vorher machen wir aber einen kleinen, circa 20 Kilometer langen Abstecher an das Nordufer des Chilko Lakes. Dort hat es auch einen kleinen Campground. Um dort hin zu kommen gilt es eine ruppige Piste mit einigen grossen Schlammpfützen zu fahren. Der Platz wäre auch nicht schlecht, aber es hat viele Mücken. Also einen Kaffe geniessen und wieder zurückfahren. Beim Rückweg kreuzt ein Fuchs unseren Weg.

Today’s goal would be to drive to the place at Chilko Lake that we had in our sights yesterday. But first we make a small detour of about 20 kilometers to the northern shore of Chilko Lake. There is also a small campground. To get there you have to drive a rough track with some big mud puddles. The place would not be bad either, but there are many mosquitoes. So we enjoy a coffee and drive back again. On the way, a fox crosses our path.

Wir kommen an einer Lodge vorbei, die wir einmal im Internet gegoogelt haben. Eine Woche kostet dort über 5’000 Franken, der Flug dahin ist aber inbegriffen. Auf den Fotos im Internet hat alles ein weniger besser ausgesehen.

Wir kommen dann am Eingang zu einer anderen Lodge vorbei, die im iOverlander vermerkt ist. Obwohl es noch nicht einmal Mittag ist, entschliessen wir uns spontan, doch dorthin zu fahren und etwas ähnliches wie einen Ruhetag einzulegen.
Die Lodge wird von Schweizern (genauer: Berner!) geführt, Vater Housi und Tochter Ronya. Der Platz ist absolut genial. Weitere Infos unter http://www.chilkoriverlodge.ca/
Wir verbringen einen gemütlichen Tag in dieser Lodge, führen mit den Besitzern und anderen Besuchern lange Gespräche, geniessen ein leckeres Abendessen. Absolut toll.
Susanne hat auch die Zeit genutzt, um zum ersten Mal mit dem Ominaofen ein Brot zu backen. Das Resultat kann sich sehen lassen.

We pass a lodge that we once googled on the internet. One week there costs over 5’000 francs, but the flight in there is included. On the photos on the internet everything looked a little better.

We then pass the entrance to another lodge, which is noted in the iOverlander. Although it is not even noon we spontaneously decide to go there and do something similar as a rest day.
The lodge is run by Swiss (more precisely: Bernese!), father Housi and daughter Ronya. The place is absolutely ingenious. Further information under
http://www.chilkoriverlodge.ca/
We spend a great day at this lodge, have long conversations with the owners and other visitors, enjoy a delicious dinner. Absolutely great. Susanne also used the time there to bake bread for the first time with her Omino stove. The result is awesome.

22.7.19
Nach einem urchigen Frühstück – Rösti mit Ei, Birchermüesli, Brot, Butter und viel Kaffe – verabschieden wir uns von den tollen Gastgebern und fahren kurz vor Mittag von der Lodge weg. Am späteren Nachmittag kommen wir in Williams Lake an. Da wir nun fast schon 1’600 Kilometer ohne Tanken gefahren sind steuern wir wieder einmal eine Tankstelle an. Der Tankwart ist dann doch etwas erstaunt, wieviel Diesel in so einen Camper reingehen. Erst nachdem Bruno ihm erklärt, dass wir noch einen Zusatztank haben, wird auch die getankte Menge an Litern für ihn verständlich.
Nach dem Einkaufen entschliessen wir uns, nicht mehr weiter zu fahren und gehen auf den Campground von der Stadt. Obwohl dieser direkt neben und unter dem Highway liegt ist es angenehm ruhig.

Camper-Kuriosa: Obwohl es auf dem Platz noch jede Menge freie Plätze hat, parkt doch tatsächlich ein junges Pärchen ihr Auto direkt neben unserem. Dies ist in etwa wie auf einem Männer-Pissoir: da stellt sich (ausser wenn es wirklich nicht anders geht) niemand direkt neben einen andern Mann beim Pinkeln, sondern lässt mindestens einen Platz frei. Der junge Mann hat da wohl was in seiner Erziehung nicht richtig mitbekommen.

After a rustical breakfast – Rösti with egg, Birchermüesli, bread, butter and a lot of coffee – we say goodbye to the great hosts and leave the lodge shortly before noon. In the afternoon we arrive in Williams Lake. Since we have now driven almost 1’600 kilometers without refueling, we once again head for a petrol station. The gas station attendant is then somewhat surprised on how much diesel goes into such a camper. Only after Bruno explains to him that we have an additional fuel tank, the quantity of liters purchased becomes understandable for him.
After shopping we decide not to go any further and stay on the city campground. Although it is right next to and under the highway it is pleasantly quiet.


Camper curiosa: Although there are still a lot of free places on the campground, a young couple parks their car right next to ours. This is like on a men’s urinal: there is (unless it really doesn’t work otherwise) nobody standing next to another man peeing, but leaving at least one place free. The young man probably missed an important learning session in his upbringing.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.